1_02_04 Dörfer mit Zukunft – starke Nachbarschaften für Friesland

Idee

Um Menschen im ländlichen Raum besser und digital zu vernetzen, wollen wir im Frühjahr das Projekt „Dörfer mit Zukunft – starke Nachbarschaften für Friesland“ starten und in einem zweijährigen kirchlich-diakonischen Projekt erproben, wie und ob die Digitalisierung auf dem Land, Nachbar:innen stärker in Verbindung und Kontakt bringen kann. Die Beteiligung der ländlichen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven macht das Erproben einen hybriden Projektes mit analoger Ansprache (z.B. in Gemeindehäusern/über kirchliche Medien) und digitalen Angeboten möglich. Ausgehend von den Gemeinden, wollen wir Nachbar:innen, Vereine, Kultureinrichtungen und Kommunen für die Idee der Vernetzung gewinnen und auf dem sozialen Portal nebenan.de vernetzen. Insbesondere die Coronapandemie hat einen starken Schub digitaler Kommunikation über weite Strecken etabliert. Wir wollen jetzt die ländlichen Nachbarschaften stark machen und motivieren für ein sozialeres Miteinander, das auch und gerade in Krisen Menschen hilft und sie nicht allein lässt.

Zielgruppe

Erreichen wollen wir Menschen im nordlichen Teil des Landkreises Friesland, d.h. Bewohnende des Wangerlandes und weiterer Teile der Region direkt an der Küste. Intern setzen wir einen Schwerpunkt auf ältere Menschen und wollen dafür insbesondere analoge Formate in Wohnortnähe anbieten, aber auch Digitalcafés für alle.

Zielgruppen sind im ersten Schritt Kirchengemeinden mit ihren Haupt- und Ehrenamtlichen, dann Vereine, Kommunen und Multiplikatoren vor Ort, dann schließlich ältere allein lebende Menschen, die vielleicht einsam/kontaktarm sind sowie in jüngster Zeit zugezogene Menschen, die über die Vernetzung auf nebenan.de Kontakte in die Nachbarschaft aufbauen können.

Herausforderung

In nur wenigen Wochen sollen verschiedene Zielgruppen zum Mitmachen auf einem digitalen Kommunikationskanal motiviert werden. Wie schaffen wir es, Menschen zu interessieren und zu motivieren, sich auf neue, zusätzliche digitale Kommunikationswege in der Nachbarschaft einzulassen?

Wie motivieren wir (oft vielbeschäftigte und zeitlich voll ausgelastete) Multiplikatoren in Kirche und Diakonie, dass sie sich auf neue Wege einlassen und neue Kommunikationsmöglichkeiten für sich entdecken und sie für sich und auch andere nutzbar machen?
Wie erreichen wir ältere (oft einsame) Menschen in der Pandemie, dass Sie sich für (manchmal unbekannte) Technik und Digitalisierung einlassen und mehr als einmal nutzen?
Welche Kommunikation und Motivation ist auf welchen Wegen möglich, nötig und zielführend, um die Digitalisierung für ein dörfliches Miteinander auf einem soziales Netzwerk nachhaltig aufzubauen?

Idee von Bruder Franziskus.